5.8.2010 PRESSEMITTEILUNGHarms: Röttgens Atompersonal ist ein Fall für LobbyControlErst Hennenhöfer, jetzt Thomauske!
Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament und Mitbegründerin der Bürgerinitiative gegen das atomare Endlager Gorleben, wirft Norbert Röttgen vor, mehr und mehr direkten Einfluss für ehemalige Mitarbeiter bzw. Lobbyisten der Atomindustrie zu schaffen:
"Die Idee, Bruno Thomauske mit der Erstellung des Sicherheitsberichtes zum Endlager Gorleben zu beauftragen, stinkt zum Himmel. Bruno Thomauske gilt nicht nur als schamloser Seitenwechsler, der wegen der atomkritischen Haltung der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung seine Position im Bundesamt für Strahlenschutz aufgegeben hat, um direkt für die Atomindustrie zu arbeiten.
Aber auch in seiner Position als Chef der Atomsparte von Vattenfall konnte er sich nicht lange halten. Schon vor dem Ende seiner Kurz-Karriere bei Vattenfall wurde über Inkompetenz gemunkelt. Entscheidend für seinen Rauswurf bei Vattenfall war seine Rolle während der schweren Störfälle in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel. Bruno THomauske glänzte selbst während des Feuers in Krümmel durch das Herunterspielen der Ereignisse. Ungenügende Informationen und eine Vorliebe für Intransparenz kennzeichneten die Methode Thomauskes.
Für die Bürgerinnen und Bürger rund um das geplante Endlager Gorleben ist seine Berufung eine unerträgliche Provokation. Im Kontext mit der Entscheidung, Herrn Hennenhöfer mit der Leitung der Abteilung Reaktoraufsicht zu betrauen, ist die Personalpolitik von Norbert Röttgen reif für eine Überprüfung durch LobbyControl. Hennenhöfer und Thomauske ist nicht allein vorzuwerfen, dass sie fanatische Anhänger der Atomkraft sind. Beide haben auch gemeinsam, dass ihnen eine unabhängige Tätigkeit in Atomfragen für das BMU nicht zuzutrauen ist."
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