5.6.2009

PRESSEMITTEILUNG

Europa am Scheideweg: Klimaschutz darf auch in der Wirtschaftskrise nicht nachrangig sein!



Tag der Umwelt

Anlässlich des Tags der Umwelt, der 1967 erstmalig durchgeführt wurde, erklärt Rebecca Harms, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Grüne/EFA:


"Der Tag der Umwelt ruft uns in Erinnerung, dass wir bei den Europawahlen am Sonntag vor einer Richtungsentscheidung stehen. Sollen Umwelt- und Klimaschutz weiterhin als "Luxusthemen" gelten, denen wir uns nur in Zeiten des sogenannten Aufschwungs widmen, die aber in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wieder auf Eis gelegt werden? Oder suchen wir die Wege aus der Wirtschafts- und Klimakrise mit Strategien, die der Wirtschaft und dem Klima nicht nur sofort sondern auch langfristig nützen? Investitionen in saubere nachhaltige Technologien, in Energieeffizienz und den Schutz von Ressourcen sparen nicht nur CO2 ein, sondern sichern und schaffen Arbeit in der EU. Die Zukunft gehört grünen Technologien. Europa kann und muss jetzt den Dreh zum ökologischen Umbau in Wirtschaft und Industrie bekommen. Eine Umweltpause wäre eine Katastrophe für das Klima und für Beschäftigung in der EU.

In Bonn wird jetzt über ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll verhandelt. Wir müssen im Dezember in Kopenhagen eine starke und erfolgreiche internationale Vereinbarung erreichen - und das ist nur möglich, wenn Europa sich wieder zu einer verantwortungsbewussten Führungsrolle entscheidet. Ehrgeizige CO2-Reduktionsverpflichtungen, die den Empfehlungen des UN-Klimarates ( IPCC) entsprechen, sind notwendig. Voraussetzung für die notwendige Einbindung der Entwicklungsländer sind zuverlässige und angemessene Finanzierungszusagen für Anpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen, die von diesen Ländern erwartet werden.

Der Tag der Umwelt findet in diesem Jahr zum 33ten Mal statt und hat das erklärte Ziel, die Bevölkerung durch Veranstaltungen zu umweltbewusstem Verhalten zu motivieren. Das entbindet die Politik jedoch nicht von ihrer Verantwortung, auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Nur so werden wir den Interessen nachfolgender Generationen gerecht."

 

 

Kommentieren

 
Klimaschutz?
klingt wie "Schonbezug", machen nur alte Leute und klingt so, als sei es so überflüssig wie "Ärmelschoner". Es müßte heißen: "Kampf um unseren Lebensraum" oder kurz "Kampf ums Überleben". Warum so drastisch? Weil wir gerade dabei sind, eine sauerstoffarme vor-Jura-Atmosphäre wiederherzustellen und dabei noch massenweise Arbeitsplätze mittels Kohle- und Kernkraftwerken zu vernichten. Diese Werke arbeiten weitgehend automatisch. Tatsächlich werden Arbeitsplätze im stets als wichtig angesehenen Mittelstand durch den Einsatz alternativer Energien. geschaffen. Das ist der total falsche Begriff: "alternative" Energien sind Kohle und Uran, die nur im Notfall alternativ zur normalen , natürlichen Sonnenenergie genutzt werden kann. Die Sonnenenergie "alternative Energie" zu nennen, wäre so, als wenn man normalerweise die Dielen seines Wohnzimmers verheizt (weil das einfach geht und angeblich die bewährte Technologie ist) und "alternativ" auch den Heizkörper aufdrehen k a n n (aber nicht muß und daher nie macht). Und weil der Heizkörper zu kompliziert zu bedienen ist, ist die einzige Alternative zum Dielenverbrennen Armut, d. h. frieren. Das ist das Programm aller Parteien in Europa und ich frage mich, warum der Netzausbau nicht erzwungen und Elektroautos steuerfrei gestellt werden, die die Windenergiespitzen speichern. Warum wird nicht jede Tankstelle in Europa verpflichtet, einen induktiven Ladeplatz für Elektroautos vorzuhalten? Warum gibt es keine Norm zur Induktiven Ladung von Elektroautos? Vermutlich, weil die Grünen leider nur über technische Laien verfügen, die links sind, d. h. gegen alles protestieren, aber leider niemals einen praktikablen Lösungsansatz haben. Da wir nur Parteien mit dem Programm: Mehr Macht - mehr Geld für unsere Führer haben, gehen kaum noch Bürger zur Wahl und irgendwie haben die wohl nicht so unrecht, oder? Die Umwelt interessiert die Führer der Grünen offenbar nicht die Bohne. Da sind Frauenrechte (di

von: A.Oest  

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