26.8.2009 PRESSEMITTEILUNGErklärung zur aktuellen Entwicklung bei der Lagerung und beim Umgang mit Atommüll in DeutschlandAtommüll / Endlagersuche
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Hallo Rebecca,
wenn Ihr die gleichen Formulierungen benutzt wie Wulf und Schawan ("ergebnisoffene Untersuchung"), wird der Eindruck erzeugt, dass auch wir Grünen ein geologisches
Endlager für möglich halten. Zur Klarstellung: Jede Form einer geologischen "End-"lagerung (Salz, Ton, Granit, was auch immer) kann den Kontakt mit Grundwasser
und damit mit der Biosphäre nur kurzfristig (bei mächtigem Ton Größenordnung tausend Jahre, bei "gutem" Salz hundert Jahre, bei jeder anderen Alternative 0 Jahre) verhindern. Es sollte daher vor der Presse der Begriff "EndlagerKONZEPT" stärker herausgestellt werden.
Alternativen z.B.: Lagern auf der Rückseite des Mondes; kerntechnisches Umschneidern zu stabilen Isotopen (diese Fragestellung hat noch nie jemand aufgeworfen; wäre was für die KFA Jülich).
In jedem Fall würde die Entsorgung ein Vielfaches der einstmals erzielten Nutzenergie kosten: Grund genug, mit dem gemeingefährlichen Blödsinn sofort aufzuhören. Wenn die beiden genannten Alternativen nicht gehen, kann das "End-"lager nur ein quasi-ewiges Zwischenlager unter menschlicher Aufsicht sein.
Dies ist übrigens ein Argument, das in der Öffentlichkeit nie auftaucht: Die Ewigkeitskosten von Kohle und Kernkraft! (Aktuelle Diskussion im NDR über die Kosten der Einspeisevergütung für die Verbraucher.)
von: Christoph Schroer, Dipl.-Geologe; im Vorstand des OV Isernhagen