29.5.2009

PRESSEMITTEILUNG

Ein Erkundungsbesuch der besonderen Art



Atomproteste in Gorleben  

An dem heutigen Besuch auf dem Gelände des Endlagerbergwerkes Gorleben beteiligte sich auch die aus dem Wendland stammende Spitzenkandidatin der Grünen für die Europawahl, Rebecca Harms.

Zum Anlass des Protestes erklärte sie:

„ Es muss endlich Schluss sein mit der Gorlebenlüge. Wir wissen seit langem, dass im Salzstock Gorleben keine ergebnisoffene Erkundung stattfindet sondern dass mit der sogenannten wissenschaftlichen Untersuchung von vornherein der Ausbau eines Endlagerbergwerkes einher gegangen ist. Mehrere Milliarden Euro sind im Gorlebener Salz investiert worden um Tatsachen zu schaffen, die einer Abkehr von der Standortentscheidung immer im Wege stehen sollen. Parallel ist auch oberirdisch der Standort Gorleben als Atommüllzentrum der Bundesrepublik zementiert worden: Zentrale Zwischenlager für hoch- und mittelaktiven Müll und eine Grossanlage zur Behandlung von Atommüll sind ein weiteres Präjudiz für die Entscheidung, Gorleben auch als Endlagerstandort auszubauen.

Das alles ist geschehen, obwohl der Salzstock Gorleben nie wegen seiner geologischen Qualität sondern aus politischen Gründen in den 70er Jahren gewählt wurde. Es ist überfällig, die Fehler der deutschen Entsorgungspolitik zu korrigieren. Der GAU im Versuchsendlager Asse sollte als letzte Warnung genommen werden: Wir müssen in Deutschland die Suche nach einem Endlager systematisch und wirklich ergebnisoffen neu beginnen.

Damit das durchgesetzt werden kann, müssen die Proteste für den Ausstieg aus der Atomenergie und gegen ein Endlager Gorleben stärker und schärfer werden."

 

Fotos von der Aktion und der Teilnahme von Rebecca Harms auf flickr.com.

Weitere Fotos senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

 

 

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Gorleben-Lüge
Hallo. Das AsseII, Gorleben und andere Plätze nur Teil einer ganzen Lügen-Landschaft sind, scheint mir inzwischen offensichtlich. Aber: Was kann getan werden, um dieses Treiben, diesen Wahnsinn endlich zu stoppen? Müßte es nicht möglich (und geboten) sein, den seinerzeitigen Beschluß des Gerichts in Wyhl, der den Bau einer Atom-Anlage dort wohl verhindert hat, auch als Grundlage für eine Klage gegen die Betreiber von Asse II und Gorleben (wenn nicht sogar gegen alle AKW) zu verwenden und also per Gerichtsbeschluß die unverantwortlichen Aktivitäten der KK-Betreiber zu verbieten. Ist Ihnen bekannt, ob es solche Versuche gegeben hat? Analog ist doch wohl der Uran-Abbau als solches betroffen: Die Wohlstandsgesellschaft lebt vorzüglich vom Leid anderer bzw. auf Kosten anderer, die die Uran-Gesteins-Halden vor Ihrer Tür ertragen müssen! Fest steht: Die Politik, aber auch alle Bürger, die verantwortlich handeln wollen, müssen mehr tun! Denn: Nicht nur Eigentum, sondern auch Wissen verpflichtet!
Bitte bleiben Sie dran! Frdl. Grüße, Rüdiger Schmidt.

von: Rüdiger Schmidt  

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