19.12.2011 Newsletter 12/111. Energiefahrplan 2050
Liebe Freundinnen und Freunde,
Die EU-Kommission am Donnerstag endlich ihren Energiefahrplan 2050 verabschiedet. Der Plan bewertet verschiedene Szenarien für die Energiezukunft der EU und ist geprägt von fehlerhaften Kostenannahmen und pessimistischen Ausbauszenarien für Erneuerbare Energien. Doch selbst trotz dieser Fehler wird deutlich, dass Erneuerbare Energien und Energieeffizienz für die Energiezukunft der EU unverzichtbar sind. Im Gegensatz dazu können Atom und fossile Energien für den europäischen Strommix überflüssig werden. Fahrplan führt nicht in eine sichere, saubere und nachhaltige Energiezukunft 2. EU-Gipfel Der Gipfel der Wirklichkeitsverweigerung 3. Phosphatfreie Reinigungsmittel Die Freisetzung von Phosphaten in Oberflächengewässer kann verheerende Folgen haben. Für Haushaltswaschmittel sind die Alternativen auch schon seit vielen Jahren auf dem Markt. Das Verbot, für das sich das Europäische Parlament jetzt aussprach, war also längst überfällig. Auch für Reinigungsmittel für Haushaltsspülmaschinen gibt es mittlerweile Alternativen. Wir Grüne hatten uns deshalb für eine Ausweitung des Verbots auch auf diesen Bereich eingesetzt und begrüßen, dass dies in die Gesetzgebung aufgenommen wurde. Reinigungsmittel ohne Phosphate: nicht nur sauber, sondern rein Das Europäische Parlament hat am vergangenen Mittwoch über eine Änderung der EU-Gesetzgebung zu Fruchtsäften abgestimmt: Die Verbraucherinnen und Verbraucher dürfen beim Kauf von Fruchtsäften und anderen Fruchtgetränken nicht mehr so einfach in die Irre geführt werden. Europaparlament schenkt Verbrauchern reinen Saft ein Das Europäische Parlament hat am Dienstag den Weg für zusätzliche Ausgaben in Höhe von 1,3 Milliarden Euro für Fusionsforschung frei gemacht. Wir Grüne haben den Deal politisch bekämpft und kritisieren die Mehrausgaben für ITER in 2012 und 2013. Atomfusion kann, wenn überhaupt, erst deutlich nach 2050 einen Beitrag zur europäischen Stromversorgung leisten und ist damit für die notwendige Energierevolution in Europa ohne Bedeutung. Anstatt weitere Steuermilliarden für eine Technologie ohne Zukunft zu vergeuden, müssen Forschungsmittel für Effizienz und Erneuerbare Energien zur Verfügung gestellt werden, die zur Erreichung der Klimaziele und der Energieversorgungssicherheit der EU auch kurzfristig schon beitragen können. Das Europäische Parlament macht Weg frei für weitere Ausgaben für das Milliardengrab ITER Der respektlose Umgang mit der erkrankten Julia Timoschenko zeigt deutlich, dass persönliche Interessen und Rache für Präsident Janukowitsch und seine Oligarchen wichtiger sind als Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit. Die EU muss den bevorstehenden Gipfel nutzen, um Präsident Janukowitsch deutlich zu machen, was auf dem Spiel steht und dass die EU keine Kompromisse machen wird. Janukowitsch muss begreifen, was auf dem Spiel steht Wenn Umweltminister Norbert Röttgen und die Ministerpräsidenten der Länder den Neuanfang bei der Endlagersuche propagieren, dann müssen sie zumindest mit dem sofortigen Baustopp und dem Ende der Sicherheitsanalyse zeigen, dass es ihnen ernst ist. Konsequent wäre es, Gorleben für einen Neuanfang aufzugeben. Denn der Standort ist geologisch ungeeignet und politisch verbrannt. Baustopp und Aufgabe der Sicherheitsanalyse müssen sofort sein! Der bisher langsamste Castortransport erreichte am Abend des 28. November das Zwischenlager in Gorleben. Die Großkundgebung in Dannenberg war mit 20.000 Atomkraftgegnern aus ganz Deutschland gut besucht, der Widerstand gegen den Transport und die Zementierung eines Endlagers in Gorleben war auf der gesamten Strecke wieder äußerst bunt. Allein 15 Stunden hielten vier Landwirte der Bäuerlichen Notgemeinschaft den Transport durch die Ankettung in einer Betonpyramide auf den Gleisen in Hitzacker auf. Staatsgewalt statt Partizipation Rebecca Harms über die Castorlüge und das Endlager Gorleben Rebecca reist vom 8.-14. Januar nach Japan. Dort wird sie unter anderem an der Konferenz "Global Conference for a Nuclear Free World" in Yokohama teilnehmen und die Präfektur Fukushima besuchen. Außerdem reist sie nach Tokyo, Osaka und auf die Insel Shikoku, um bei Veranstaltungen zum Thema Atomkraft zu sprechen und die von den Grünen/EFA in Auftrag gegebene Studie zu den EU-Stresstests vorzustellen. 10. Termine Mehr Informationen zu den Terminen.
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