7.7.2010 PRESSEMITTEILUNGEU-Parlament setzt Verbot von illegal geschlagenem Holz auf dem EU-Markt durchTropenholz
Das Europaparlament hat heute dem Kompromiss zum Verkauf von Holz- und Holzprodukten zugestimmt, der zuvor zwischen dem Umweltausschuss des EPs, der spanischen Ratspräsidentschaft und der Kommission ausgehandelt wurde (1). Zur Abstimmung erklärt Rebecca Harms, Vorsitzende der Grünen/EFA-Fraktion:
"Seit Jahren hat die EU heuchlerisch den illegalen Holzeinschlag als einen der Hauptgründe für weltweite Entwaldung angeprangert, bot aber gleichzeitig einen der größten Märkte für illegal eingeschlagenes Holz. Das klare Verbot des Verkaufs von illegal eingeschlagenem Holz oder Holzprodukten ist ein großer Erfolg zum Schutz der Wälder weltweit.
Die heutige Abstimmung ist auch ein Erfolg für den Klimaschutz, stammen doch rund 20% der weltweiten CO2-Emissionen aus der Abholzung von Wäldern. Auch die Entwicklungsländer werden von dem Verbot profitieren, denn durch illegale Abholzungen und Holzexporte entgehen ihnen Milliarden Euro an Steuereinnahmen.
Es ist der grünen Berichterstatterin gelungen den Gesetzesvorschlag deutlich zu verbessern, um illegal eingeschlagenes Holz vom europäischen Markt zu verbannen. Sowohl das klare Verbot des Verkaufs illegal eingeschlagenen Holzes als auch die Nachverfolgung beim Weiterverkauf sind auf Initiative des Europaparlaments in der Gesetzgebung verankert worden.
Dieses Gesetz ist ein gutes Beispiel dafür, dass die EU, dank der Größe ihres Marktes, Lösungen für globale Probleme liefern kann. Es ist zumindest ein erster Schritt Verantwortung für die Sozial- und Umweltfolgen des eigenen Konsums zu übernehmen."
Anmerkungen:
1) Bericht Caroline Lucas/Satu Hassi zu "Verpflichtungen von Marktteilnehmern, die Holz und Holzerzeugnisse in Verkehr bringen". Die grüne Berichterstatterin Caroline Lucas wurde nach ihrem Einzug in das britische Parlament (Mai 20101) von ihrer finnischen Kollegin Satu Hassi ersetzt.
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